Fly., Relax.

W-ü-l-komm-än u-nd Grü-ß-di

Bevor in den kommenden Wochen wieder jeder seinen Winterurlaub plant und noch schnell „last-minute“ ein Zimmer im angesagten Nobel-Ski-Wellness-Tempel bucht, möchte ich mich an dieser Stelle nochmal kurz meinen vergangenen Urlaubsschnappschüssen aus Obertauern widmen. Weitaus mehr Exemplare als im letzten Jahr haben es in den Ordner „vorzeigbar“ geschafft. Danke Lightroom! Danke Vanessa für deine nachhaltige Share-Bereitschaft!

Auf knapp 2.000 Metern über Null verbrachte ich sieben Tage im Paradies der heterosexuellen Adrenalinjunkies. Bis letztes Jahr war ich der Überzeugung, Obertauern wie meinen Deuter-Rucksack zu kennen – nach diesem Jahr glaube ich jedoch, dass meine Kenntnisse und Überzeugungen eher mit dem Inhalt meiner Hausmülltonne vergleichbar sind: Man weiß so grob, was einen erwartet – der direkte Kontakt ist dann aber doch etwas verschreckend.

In unserem Hotel, in das wir vor Ewigkeiten regelmäßig reisten, wurden wir bei unserer Ankunft wie verlorengeglaubte Verwandte begrüßt und geherzt. Dazu muss erwähnt werden, dass dieses Hotel an jener einzigen Hauptstraße in Obertauern mal ein rustikaler Gasthof im Flair des Salzburger Landes war. In den vergangenen zehn Jahren konnte sich unsere Unterkunft jedoch von einem Gasthof zu einem Hotel und Chef junior zum Chef generale upleveln. Ausgestattet mit Sauna und allem Pi-pa-po in der Farbkombi Pink-Grün, war ich beruhigt, dass immerhin noch der Schnaps irgendwie derselbe geblieben ist. Klar – ohne jegliche Farbe.

Mitsingen geht immer

Hämmernde Schlagerbässe, Sonnenbrand und leichte Muskelkater vermittelten mir bereits innerhalb von 24 Stunden ein wohliges Urlaubsgefühl. Und was gibt es schon Schöneres, als über das gesamte Jahr Schlager zu verabscheuen und dann beim Après-Ski lauthals den Text mitzubrüllen?!

Selten habe ich so häufig beim kleinen 5-Euro-Bier über ein Disney-Märchen nachgedacht und mich gefragt, ob es Menschen gibt, die ihre Verflossene tatsächlich Pocahontas nennen. Was für Menschen sind das? In diesem Zusammenhang und nach noch ein paar weiteren Bieren fiel mir dann auch auf, dass Skifahren etwas durchweg Heterosexuelles zu sein scheint. Mein Radar hat zumindest nur ein lesbisches Pärchen aufgezeigt – und das auch erst am letzten Tag im Hotel. Woran liegt das? Ohne Witz, mir gehen meine Theorien dazu aus.

Folgende Gedankenketten zu dieser Fragestellung möchte in fragmentierter Form gerne für Inspiration zur Verfügung stellen:

Heterosexuelle Schlagertexte – Wodka-E für 9,- Euro (0,2 Liter) – Trachten – Adrenalin – Testosteron

Schweiß(geruch) – (geheuchelte) Stärke – Sport (ohne Witz) – Ein Skiverleih, der Freudenhaus heißt

Unterscheidung zwischen Damen- und Herren-Ski – Glitzer gab es nur für die Damen-Ski – die Männer-Ski guckten etwas neidisch

Sehr streng getrennte Toiletten – mit Sicherheitspersonal

Prosecco und Champagner – mit und ohne extra Schuss

Snowboard- und Skifahren –  Männersportart?

Wenn jemand die Antwort auf diese Frage kennt oder auch eine Gedankenkette dazu hat – ab zum Senf unten. Und wer die Handynummer einer weiblichen Skilehrerin für das Salzburger Land hat und diese selbstverständlich teilen will – natürlich nur für Recherche-Zwecke oder scharfsinnige Aufklärungsberichte –, bitte eine total diskrete Nachricht via E-Mail. MERCI!

Ps.: Ich habe bereits im Juni für kommenden März gebucht! Der frühe Vogel und so.

Previous Post

Könnte dir auch gefallen

Nichts los hier

Senf dazugeben

*

%d Bloggern gefällt das: